Ende April informierte die Marienhaus-Gruppe die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit über die neuen Pläne. Anfang Mai haben die ersten Projektgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Sie entwickeln Details für das neue Versorgungsangebot im St. Josef-Krankenhaus in Hermeskeil. Einen Schwerpunkt bildet ein altersmedizinisches Leistungsangebot, das der regionalen Bevölkerungsentwicklung Rechnung trägt. Damit bleiben insbesondere für ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Wege in der Region kurz.
Fokus Medizin
Folgende Leistungen finden sich künftig unter dem Dach des neuen Gesundheits-Campus Hermeskeil im St. Josef-Krankenhaus:
- 20 stationäre Betten in den Fachabteilung Innere Medizin und Chirurgie
- Ambulantes OP-Zentrum
- MVZ-Gesundheitszentrum für Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Neurologie, Psychiatrie, Allgemeinmedizin sowie eine therapeutische Praxis
- Tagesklinik Psychiatrie & Psychosomatik
- Geriatrische Rehabilitation mit mindestens 70 Betten
- „Fit-for-Reha“ Bereich zur Herstellung der Reha-Fähigkeit älterer Menschen im Rahmen eines Kurzzeitpflegekonzepts
- Durchgangsarzt bei Schul-/Berufsunfällen
Entsprechend den Plänen der Bundesregierung konzentriert sich das künftige Angebot im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil auf ambulante Versorgungsbereiche sowie einer ggf. notwendigen stationären Überwachung bei kleineren Eingriffen. Dafür stehen kompetente Fachärztinnen und -ärzten und das ambulante OP-Zentrum bereit. Die Menschen in der Region können sich so bei akuten oder leichteren Erkrankungen wohnortnah behandeln lassen. Komplexe und planbare Eingriffe erfolgen in Zukunft in spezialisierten Kliniken der Region oder in Kliniken, die Patientinnen und Patienten für sich gewählt haben. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes besteht im St. Josef-Krankenhaus weiterhin die Möglichkeit, diagnostisch zu röntgen. Andere Untersuchungseinheiten z. B. für den Magen-Darm-Bereich bleiben ebenso erhalten.
Letztlich wird wahrscheinlich im Herbst 2024 die zentrale Notfallaufnahme entfallen. Derzeit steht die Marienhaus-Gruppe aber mit dem Landkreis und dem Mutterhaus in Trier in Gesprächen, um den Standort des Rettungsdienstes einschließlich eines Notarztes / einer Notärztin vor Ort in Hermeskeil beizubehalten. Damit wäre weiterhin gewährleistet, dass nach der Wahl der Rufnummer 112 (oder 110) der Weg zur notfallbedingten Erstversorgung durch einen Notarzt oder eine Notärztin kurz bleibt.
Weitere Infos zur Versorgung bei einem medizinischen Notfall
Fokus Pflege und Betreuung
In einem zweiten Schritt soll in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses ein Ersatzneubau für das Marienhaus Seniorenzentrum St. Klara entstehen. Mit dem Ersatzneubau sollen ca. 100 vollstationäre Pflegeplätze nach modernsten Anforderungen überwiegend in Einzelzimmern im Hausgemeinschaftsmodell entstehen. Zusätzlich sind 15 bis 20 Tagespflegeplätze in der Planung vorgesehen. Eine vollständige Fertigstellung ist in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren anvisiert. Mit diesem Konzept werden aller Voraussicht nach zusätzliche Arbeitsplätze in der Seniorenbetreuung entstehen.
Ein weiterer Ausbau des Campus für die Betreuung weiterer Personengruppen wird ebenfalls für möglich angesehen.